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Bread & Butter: Höhenflug


Winterfest präsentierte sich die Bread & Butter vom 20. bis 22. 
Januar im Berliner Flughafen Tempelhof. Ein Plus an Besuchern und Ausstellern stimmte auf eine optimistische Ordersaison ein. Die Atmosphäre war fantastisch, die ersten Kollektionen machten Lust auf mehr und viele neue Marken warteten darauf, entdeckt zu werden. Vereiste Straßen, tiefer Schnee und Temperaturen bis tief unter den Gefrierpunkt - den Besuchern der Bread & Butter wehte in Berlin zunächst ein kalter Ostwind entgegen. Bibbern war zum Glück aber nur im Freien angesagt. 


Bibbern war zum Glück aber nur im Freien angesagt. Vor eine Herausforderung stellte die Veranstalter der Tradeshow for selected brands vorab der offene Bereich Denim Base, immerhin ein Drittel der gesamten Messefläche. Aufwändig und teuer war die Lösung: Eine 400 m lange und 12 m hohe Wand aus Kunststoffplane mit Luftkissenkammern machte das überdachte Flugfeld winterfest. Sie kann nach Bedarf ab- und wieder aufgebaut werden und war das Small-Talk Thema der Messe. Marken wie Boss Orange, Desigual, Custo oder Wrangler hatten hier mit eigenen Zelten angedockt, was der Messe insgesamt eine zusätzliche Nettofläche von 5.000 qm verschaffte. Statt dem Open Air-Gelände Luna Park, wo im Sommer kulinarische Konzepte lockten, wurde der Original Sin Saloon als Treffpunkt und Gastro-Highlight etabliert - eine gemütliche Mischung aus Oktoberfest, Moulin Rouge und Western Saloon. Hier wurde auch die Opening Party gefeiert, bei der die Band Bosshoss rund 2.500 geladene Gäste auf die Messe einstimmte. Doch zurück zum Geschäft: 600 Marken, Labels und Designer präsentierten auf der Bread & Butter ihre neuen Kollektionen. Das entspricht laut Messechef Karl-Heinz Müller einem Plus von rund 10%. Die zweite Ausgabe des Bereichs L.O.C.K zeigte 70 Brands, die ihr Hauptaugenmerk auf handwerklich basierte Herstellungsverfahren legen - darunter Schuhmarken wie Clarks, NDC oder Shabbies Amsterdam. „Hier besteht noch riesiges Potenzial - sowohl für uns als Veranstalter, für die Marken selbst als auch für den Handel", erklärte Karl-Heinz Müller, dem die Area, die er persönlich kuratiert, sehr am Herzen liegt. Die Stimmung war fabelhaft, von Krise war in Tempelhof weit und breit nichts zu hören. "Draußen kann die Welt untergeben, auf der Bread & Butter ist gute Stimmung!", brachte Conny Stöckl von Lacoste die Atmosphäre auf den Punkt. Besonders die Frequenz und die Internationalität der Besucher wurden von allen befragten Ausstellern lobend erwähnt. Laut den Veranstaltern kamen die Besucher aus 100 Ländern.

Die Looks für H/W 2010/11

Boots geben im kommenden Winter klar den Ton an. Ermutigt durch den harten Winter und die hohen Abverkäufe im Stiefelbereich stehen Industrie und Handel dem Thema extrem offen gegenüber. Wichtig sind derbe und schwere Optiken, die aber in Wirklichkeit ultraleicht umgesetzt werden. "Neu sind antik gefinishte Lederboots, die mit Wolle und bedrucktem Filz kombiniert werden", erklärt Klaus Ziemba von Timezone. Grobstrickstulpen und Intarsien aus flauschigen Lumberjack-Karos verleihen Stiefeln eine alternative Note. Die Sohlen werden robuster, die Rahmen breiter und die Profile tiefer - Funktion trifft auf Sportswear. Nieten-
geschmückte Biker Boots, kernige 
Gauchos und Worker-Stiefel sind die Trendmodelle der Saison. Mittlere und knöchelhohe Schäfte werden mit allerhand Schnallen geschmückt. Overknees wurden auf breiter Front präsentiert. Moonboots werden im sportiven Bereich als neue UGGs gehandelt - hier treffen knallbunte Nylonoberflächen auf opulentes Fell. "Alle Felloptiken sind erlaubt", erklärt auch Friedrich Lüning von Hub Footwear. Echtes Lamm oder kuscheliger Web-Pelz sind in allen Preisklassen als Futter oder Kragen zu haben. Das Innenleben wird verstärkt zur Schau getragen, ganz gleich ob kariert oder flauschig.
Blau gilt als neue Trendfarbe. Daneben kommt eine große Palette an Brauntönen, allen voran warmes Cognac, bis hin zu undefinierbaren Schlammtönen, Aubergine, Flaschengrün und Grau in allen Steinfacetten. Fuchsia, Pink, Beerrentöne und vereinzeltes Lila werden als Akzentfarben eingesetzt. Wichtig ist, dass die Materialien bearbeitet werden - Vintage-Optiken sind ein Muss. Antik-Finishs bis hin zu dunklen Kappen sind unverzichtbar. Velours und gefettete Nubuks bleiben präsent. Im klassischen Sneakerbereich gehen High Tops zugunsten von flachen Modellen zurück - aber auch hier ist die Tendenz zu Lederboots eindeutig.


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