schuhkurier > schuhkurier News > News lesen

ANCI: Italiens Schuhhersteller fallen tief


Das vergangene Jahr 2009 war ein rabenschwarzes für die italienischen Schuhhersteller. Dies geht aus den Zahlen hervor, die der Verband der 
italienischen Schuhhersteller (ANCI) im Rahmen der Micam veröffentlichte. Nach Schätzungen von ANCI ging die Produktion um 13% auf 196 Mio. Paar zurück. Der Wert sank um 12,5% auf 6,4 Mrd. Euro. Nach Auswertung der Daten von Januar bis November fielen die Schuhausfuhren mengenmäßig um 15,2% auf 178,1 Mio. Paar und wertmäßig um 17,5% auf 5,4 Mrd. Euro.


Vor allem in den ersten drei Quartalen wurden drastische Rückgänge (mengenmäßig -13,2%, -18,8% und -17,1%) verzeichnet. Im Verlauf des Jahres wurden 235 Schuhfabriken geschlossen. Die Exporte in die wichtigsten Abnehmerländer waren durchweg negativ. So fielen die Schuhausfuhren nach Frankreich im Wert um 4,9% auf 860,3 Mio. Euro, nach Deutschland um 15,8% auf 681,3 Mio. Euro, in die USA um 26,5% auf 452,4 Mio. Euro. Besonders negativ fielen die Zahlen für den ehemals starken russischen Markt aus; hier sanken die Schuhausfuhren um 36,0% auf 359,5 Mio. Euro. "Die Daten für 2009 zeigen eine dramatische Situation", erklärte Vito Artioli, ANCI-Präsident. Und dies, obwohl sich die Schuhbranche im Umfeld benachbarter Wirtschaftssektoren vergleichsweise gut behaupten konnte. So sanken die italienischen Exporte insgesamt um 22,1%, für Textilprodukte wurde ein Minus in Höhe von 24% und für Gerbereiprodukte ein Minus von 21% verzeichnet. Und auch die ersten Signale für 2010 geben keinen Anlass zur Hoffnung auf Besserung. Gemäß einer ANCI-Umfrage rechnen 50% der befragten Unternehmen mit einem weiteren Produktionsrückgang in der ersten Jahreshälfte. 30% erwarten eine Stabilisierung, während 20% mit einem 
Aufschwung rechnen.


Login
Benutzername:

Passwort: