Am 8. November standen in Werne alle Zeichen auf Digitalisierung. Beim nunmehr 4. Schlüsselkundentag der Software-Anbieter Etos und Seithe & Partner trafen sich rund 40 Händler. Sie diskutierten, wie der Schuhhandel durch Nutzung moderner Tools seine Kundenansprache verbessern und mehr Umsatz generieren kann. Dabei stand die Customer Journey im Zentrum der Gespräche. Moderiert wurde die eintägige Veranstaltung von Petra Salewski, Chefredakteurin schuhkurier & step.

’Customer Journey. Reiseziel: Schuh- und Modehandel‘. Unter diesem Motto stand der nunmehr vierte Schlüsselkundentag, zu dem rund 40 Gäste, mehrheitlich aus dem Handel, nach Werne im Ruhrgebiet gekommen waren.

Von der (digitalen) Verkaufsfront: Dr. Dominik Benner

Was man als Händler tun kann, um von den Vorteilen der Digitalisierung zu profitieren, darüber berichtete im Rahmen der Veranstaltung von Etos aus der Praxis der Schuhhändler Dr. Dominik Benner aus Hofheim am Taunus. Benner empfahl, den Kunden wieder mehr in den Vordergrund zu rücken – auch im Netz. „Nur wer online gefunden wird, ist auch relevant“, so das Statement des Händlers. Immerhin, so Benner, habe sich in Sachen Digitalisierung schon viel getan. Während so gut wie kein Händler vor fünf Jahren WLAN in seinem Geschäft anbot, sei dies heute beispielsweise vielerorts Standard.

Benner empfahl jedem Unternehmen, Facebook-Auftritte zu pflegen, und zwar nicht für das Gesamtunternehmen, sondern für jede Filiale. Auch müsse jede Filiale eine eigene Website pflegen. Den Einsatz von neuen technischen Tools empfahl Benner, um den Kunden innovativ und kreativ anzusprechen. So böten beispielsweise die Regalverlängerung, bei der man auf das Lager des Lieferanten Zugriff hat, ebenso Vorteile wie elektronische Preisschilder, Beacons, dynamische Displays und die Möglichkeit, mobil zu zahlen.

In einem zweiten Vortrag des Etos Schlüsselkundentages beleuchtete Prof. Dr. Niklas Mahrdt vom Media Economics Institute über den Status Quo der Digitalisierung im Handel und gab dazu Best-Practice-Beispiele. Die Customer Journey sei eine gute Methode, um die Zusammenhänge zu verstehen.

Neben einer schauspielerischen Einlage, durch die die Customer Journey spannend inszeniert wurde, sprach außerdem Benedikt Bolle von der Unternehmensberatung Hachmeister & Partner über den Nutzen von (persönlicher) Kommunikation kombiniert mit den richtigen technischen Tools.

Ein ausführlicher Bericht erscheint in schuhkurier Ausgabe 46.